Samstag, 7. Juni 2014

Stern & Krone


Seit ein paar Jahren bereichern Suse Riedel-Plenio und Harald Lebherz mit ihrer astrologischen Online-Zeitschrift Loop! all diejenigen, die an tiefgreifenden, so nie gelesenen astrologischen Analysen, Themenfelder und Debatten interessiert sind.

Es ist eine große Freude für mich, dass meine royalen astrologischen Artikel in Loop! veröffentlicht werden - genauer gesagt: Ich schreibe sie für Loop! Nach langer Blog Abstinenz stelle ich heute ein paar royale Links hier herein. Wenn Ihr Lust habt, meine Gedanken zu Königs zu lesen, findet Ihr hier den Stoff.

Warum diese royale Affinität? Die habe ich lebenslang, seit ich meine Eltern ernsthaft mit der "Tatsache" konfrontierte, ich sei bei der Geburt vertauscht worden und eigentlich eine Prinzessin.
Meine Oma aus München fütterte diese Gedankenwelt mit Ausschnitten der BUNTEN und bei meinen Besuchen in den Schulferien mit Bergen von Regenbogenpresse, die extra für mich aufbewahrt wurde in einer Kammer ... Bilderwelten, die mich entzückten.

Viel Spaß beim Lesen:

Die  künftige Königin von Spanien:
http://astrologie-zeitung.de/buntes/403-asturien-letizia.html

Baby Monaco
http://astrologie-zeitung.de/buntes/1199-charlene-baby.html

Kates Poblitzer
http://astrologie-zeitung.de/buntes/1197-katie-po.html

Leonore von Schweden
http://astrologie-zeitung.de/buntes/1116-leonore-sweden.html

Prinz Philipp - Szenen einer Ehe
http://astrologie-zeitung.de/buntes/1035-prinz-philip-2.html

Prinz Claus - der Vater des Königs
http://astrologie-zeitung.de/buntes-neu/748-prinz-claus.html

Klein George - der Power Riegel
http://astrologie-zeitung.de/buntes-neu/843-prinzgeorge-radxi-deutung.html

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Schaut Euch bei Loop! um, dort findet ihr astrologischen Lesestoff vom Feinsten!



Samstag, 4. Februar 2012

Ein Fische-Märchen

Neptun ist wieder in seinem Reich, in den Fischen. Und hier ist ein Märchen aus dieser Welt:

Seehundfell, Seelenhaut

Zu einer Zeit, die einst war, nun für immer vorbei ist und bald schon wiederkehrt, gibt es Tag für Tag einen blendend weißen Himmel und weiße Schneelandschaften, in denen sich die Lebewesen wie winzige, flirrende Pünktchen ausnehmen und bald schon verlieren - Menschen, Hunde und Bären.

Hier bläst der Wind so hart, dass die Leute ihre Parkas und Stiefel absichtlich zur Seite drehen. Das gesprochene Wort gefriert in der Luft, und den Menschen müssen die Sätze von den Lippen gebrochen und am Feuer aufgetaut werden, damit man weiß, was sie gesagt haben. Alle Geschöpfe leben im schneeweißen Gespinst der Haare von Annuluk, der Großmutter der Erde. Damals, vor langer Zeit, lebte hier ein Mann, der sehr einsam war.

Das Gesicht des Mannes war von tiefen Furchen durchzogen, die seine Tränen im Lauf der Jahre in seine Haut gegraben hatten, denn er fühlte sich verlassen und weinte viel. Tag für Tag ging er auf die Robbenjagd, legte seine Fallen aus und schlief nachts gut und tief, aber er sehnte sich fortwährend nach einem Menschen, mit dem er sein Leben teilen konnte. Manchmal, wenn ein Seehund sich seinem Kajak näherte und zwischen Eisschollen hervorlugte, dachte der Mann an die alten Geschichten, in denen es heißt, daß Seehunde vor langer Zeit einmal Menschen waren, was man heute noch an ihren Augen erkennt, an dem weisen und liebevollen Blick in ihren glänzenden Augen. Wenn der Mann den Blick solcher Augen auf sich gerichtet sah, weinte er, und die Furchen in seinem Gesicht wurden jedesmal noch ein wenig tiefer.



Eines Abends war er noch nach Einbruch der Dunkelheit auf der Jagd, weil er den ganzen Tag nichts gefangen hatte. Er paddelte zwischen Eisschollen dahin, während der Mond aufging und ihm einen großen, glitzernden Felsen im Meer zeigte, auf dem sich etwas bewegte.

Sein Jägerauge ließ ihn schon von weitem erkennen, daß die Bewegungen nicht von den üblichen Meerestieren herrühren konnten.

Lautlos paddelte er näher heran und erkannte, dass ein Grüppchen splitternackter Frauen auf dem Felsen beim Mondschein tanzte. Er verhielt sich still und schaute zu, wie ihre Körper sich wiegten, wie die milchig und silbern schimmernden Gliedmaßen der Mondfrauen sich im Kreise drehten.

Stockstill und tief betroffen saß er in seinem Boot, während das Wasser ihn näher und näher zu dem Felsen trug. Er konnte die Wunderwesen lachen hören, aber vielleicht war es auch nur das Plätschern der Wellen, das sein Ohr verwirrte. Der Mann wusste nicht, wie ihm geschah, aber die Bürde seiner Einsamkeit fiel von ihm ab wie eine schwere, nasse Haut, er fühlte sich emporgehoben, sprang, ohne nachzudenken, auf den Felsen und stahl eines der Seehundfelle, die dort im Mondlicht lagen. Hinter einem Vorsprung versteckte er sich und verbarg das Fell unter seinem Parka.

Bald darauf rief eine der Frauen etwas, und diese Frau hatte die schönste Stimme, die der Mann je vernommen hatte. Sie klang wie der Gesang von Walen im Morgengrauen, nein, besser noch, wie neugeborene Wölfe beim Spielen, nein, die Stimme war mit nichts zu vergleichen, das der Mann je gehört hatte.

Es dauerte nicht lange, und eine Frau nach der anderen schlüpfte in ihr Seehundfell und glitt hinab ins Meer. Sie lachten und quietschten vor Vergnügen bis auf eine. Diese Frau suchte nach ihrem Robbenfell und konnte es nirgends finden. Da trat der Mann aus seinem Versteck hervor, und obwohl er sehr schüchtern war, sagte er mit einem Mut, der ihm selbst fremd war: »Bitte . . . werde meine Frau und komm mit mir... Ich bin so einsam.«

»O nein, das kann ich nicht«, antwortete sie. »Ich gehöre zum Anderen, zu Dem Dort Unten.«

»Werde meine Frau«, drängte der Mann. »In sieben Sommern erhältst du dein Seehundfell zurück, das verspreche ich dir. Und dann kannst du dich entscheiden, bei mir zu bleiben oder zu gehen, ganz wie es dir beliebt. «



Lange forschte die junge Robbenfrau im Gesicht des Mannes nach einem Zeichen. Schließlich sagte sie zögernd: »Also gut, ich gehe mit dir. Und nach sieben Sommern wird es sich zeigen. «

So lebten sie miteinander, und nach einer Weile gebar die Meeresgeborene dem Mann einen Sohn, den sie Ooruk tauften. Das Kind war rund und gesund, und in den langen Winternächten, während der Vater am Feuer saß und Figuren schnitzte, erzählte die Mutter ihrem Ooruk Geschichten, aber anstatt vom Bären, vom Raben und vom Wolf zu erzählen, wie andere es taten, erzählte sie die Sagen vom Walfisch, vom Seehund und den Lachsschwärmen, denn dies waren die Geschöpfe, die sie kannte.

Die Jahre vergingen, und die Menschenhaut der jungen Frau wurde erst schuppig, dann spröde, bis sie schließlich in trockenen Fetzen von ihrem Körper fiel. Ihr plumpes, weißes Fleisch wurde hohl und grau, selbst die Haare auf ihrem Kopf fielen aus. Das Licht in ihren seelenvollen Augen erlosch, und bald mußte sie die Hand ausstrecken, um sich ihren Weg zu ertasten, denn sie war halb blind geworden. Eines Nachts wurde Ooruk unsanft aus dem Schlaf gerissen, denn der Vater schimpfte laut, und die Mutter weinte.

»Gib mir mein Fell zurück«, flehte die Mutter weinend. »Sieben lange Jahre sind vergangen, und der achte Winter kommt. Du hast es mir versprochen. «

»Nein«, brüllte der Mann wütend. »Wenn ich dir das Fell gebe, verlässt du mich doch! «




»Ich weiß nicht, was ich tun werde. Ich weiß nur, dass ich wiederhaben muss, was mein eigen ist.«

»Dein Kind und deinen Mann willst du im Stich lassen«, schrie der Vater, »du gewissenloses Weib!« Damit riss der Mann die Türklappe auf und stapfte hinaus in die Finsternis.

Das Kind liebte seine Mutter sehr und weinte sich in dieser Nacht in den Schlaf, aber schon bald wurde es zum zweiten Mal geweckt. Ein seltsam tosender Wind ging um, und in dem Wind war eine Stimme, die »Ooruk, Ooooruk« rief, wieder und wieder, bis Ooruk aus dem Bett kletterte, seinen Parka und seine kleinen Stiefel anzog und in die Nacht hinauslief.

»Ooruk, Ooooooruk,« rief es im Wind, und der Wind schien vom Meer zu kommen, vom Ufer, wo sich ein großer alter Seehund mit langen silbernen Schnurrhaaren hin- und herwälzte und Ooruks Namen rief.

Der mächtige alte Seehund hob seine Flosse und deutete auf ein Bündel, das zusammengerollt unter einem Felsen lag. Ooruk hob das Bündel auf, und sogleich kam ihm der unverkennbare Duft seiner Mutter entgegen. Er entrollte das Seehundfell, und in dem Moment spürte Ooruk, wie sich die Seele seiner Mutter mit all ihrer endlosen Liebe über ihm entfaltete.

Das Kind schmiegte seine Wange in den silbrigen Pelz und spürte die Umarmung seiner Mutter, als wäre sie selbst zugegen. Der alte Seehund nickte geheimnisvoll und versank langsam im Meer.

Das Fell fest an die Brust gedrückt rannte Ooruk nach Hause, direkt in die Arme seiner Mutter, die schon voller Unruhe auf ihn und ihr Robbenfell gewartet hatte.

Voller Dankbarkeit schlüpfte sie in ihren Pelz. »Oh, nein, Mama, nein«, schrie das Kind. Aber sie hob es auf und trug es dem tosenden Meer entgegen. »O Mama, verlass mich nicht! « schrie Ooruk, als sie am Ufer angekommen waren und die Mutter sich anschickte, ins Wasser zu steigen.



Sie wandte sich zu dem Kind um, mit einem Blick unermesslicher Liebe in den Augen. »Nein, Mama, nein«, rief das Kind. Aber sie nahm sein Gesicht zwischen beide Hände und hauchte ihren Atem in die Lungen des Kindes, einmal, zweimal und ein drittes Mal. Dann tauchte sie mit ihrem Sohn in den Fluten unter, sank tiefer und tiefer hinab, bis zum tiefsten Meeresgrund, und beide konnten ohne Mühe unter Wasser atmen.

Bald kamen sie in eine glitzernde Wasserstadt, wo sich allerlei Meerestiere und Wunderwesen tummelten, die ein gewöhnlicher Sterblicher nie zu Lebzeiten erblickt, und alle waren froh, denn der große alte Seehund schwamm dem Schwarm singend voran und nannte Ooruk voll Stolz seinen Enkelsohn.

»Wie erging es dir dort oben, meine Tochter?« fragte der Alte, nachdem er die beiden gebührend getätschelt und an sein mächtiges Herz gedrückt hatte.

Die Robbenfrau blickte zur Seite und sagte: »Ich habe einen Menschen verwundet, einen Mann, der alles getan hat, um mich zu behalten. Aber ich kann nicht zu ihm zurück, denn dann muss ich sterben. «

»Und der Junge?« fragte der alte Seehund. »Was soll aus meinem Enkel werden?«

»Er muss in die Oberwelt zurückkehren, Vater. Seine Zeit ist noch nicht gekommen, er kann noch nicht für immer hier bei uns bleiben.« Die Mutter weinte. Alle weinten bei diesen Worten, weil sie wahr waren.

Sieben Tage und sieben Nächte vergingen, in denen der Glanz in die Augen der Mutter zurückkehrte, ihr Fleisch wieder fest, ihre Haut wieder seidig wurde und alles an ihr gesundete. Aber dann kam die Stunde des Abschieds. Gemeinsam mit dem Großvater trug sie Ooruk hinauf in die Welt der Erdbewohner und setzte ihr Kind am steinigen Ufer im Mondlicht ab.

»Ooruk«, sprach die Mutter zu guter Letzt. »Ich bin immer bei dir. Du musst nur berühren, was ich berührt habe: meine Feuerhölzer, mein Messer, meine Steinmetzarbeiten von Ottern und Meeresgetier, dann wirst du einen Atem spüren, der mein Atem ist. Und er wird dich singen lassen und dir Geschichten geben.«

Der alte silberne Seehund und seine Tochter küssten das Kind noch tausendmal, dann rissen sie sich los und schwammen ins Meer hinaus, wo sie nach einem letzten langen Blick untertauchten. Ooruk blieb am Ufer zurück, da seine Zeit noch nicht gekommen war.



Die Jahre vergingen, und Ooruk wuchs zum Mann heran. Er wurde ein großer Sänger, Trommler und Geschichtenerzähler seines Volkes, und die Leute sagten, dass er seine Kräfte einem Wunder in seiner Kindheit zu verdanken habe, bei dem er vom Geist der Seehunde vor dem Ertrinken bewahrt wurde. Noch heute sieht man ihn im Morgennebel auf einem Felsen knien und Zwiesprache mit einer Seerobbe halten, die niemand fangen kann, so oft es auch versucht wurde, denn sie ist unantastbar und wird Tanqigcaq genannt, die Glänzende, die mit den weisen, wilden, seelenvollen Augen.

Nach der Geschichte" Seehundhaut Seelenhaut" von Clarissa Pinkola Estes, aus dem Buch "Die Wolfsfrau"

Montag, 23. Januar 2012

2012

Was uns das Jahr 2012 bringt? Erst einmal jede Menge Infos aus den unterschiedlichsten Prognose Disziplinen. Das kommende Jahr wird astrologisch vom Planeten Merkur beherrscht und vom Zeichen des chinesischen Wasserdrachens geprägt. Dazu kommt der Hierophant als Tarot-Jahreskarte, sie wird ergänzt von der numerologischen Deutung des 5er (2+0+1+2=5) Jahres.


Der Hierophant steht für tiefes Vertrauen in den Sinn unseres Lebens und gilt als besondere Schutzkarte, der Jahresregent Merkur symbolisiert alle Arten der Kommunikation und Verständigung, die Zahl Fünf große Einsicht und den Glauben, der Berge versetzen kann. Der Wasserdrache erzählt außerdem von Glück, Visionen und frischer Neuausrichtung. Das klingt eigentlich moderat, bedenkt man, dass viele Menschen bei der Frage nach dem Jahr 2012 erst einmal schaudern und an die Prognose eines finalen Weltuntergangs denken, die lange Zeit diskutiert wurde. Roland Emmerich hat darüber einen Film gedreht, sein lautes Krisenspektakel unterstellt, dass nach dem Ende der „Langen Zählung“ des Maya-Kalenders der Untergang ansteht.


Um es gleich klarzustellen: Es werden 2012 viele Illusionen untergehen, persönliche und politische Fehlhaltungen weichen. Doch die Welt wird weiter unsere Welt bleiben mit all ihrem Licht und ihrem Schatten. Die Maya haben vor Jahrhunderten gewissenhaft das Ende eines lang laufenden Zyklus in ihrem legendären Kalendern notiert. Mehr nicht. Für sie endet am 21. Dezember 2012 ein 25.800 Jahre dauernder bedeutender Zeitabschnitt, der gleichermaßen für einen großen Neuanfang steht.

Kein Untergang also. Was dann? 2012 steht unter dem Einfluss des Kommunikations-Planeten Merkur. Neuorientierung steht an, Umorientierung und in manchen Bereichen auch Umbruch. Ungeliebte Wahrheiten werden weiterhin ans Licht kommen und Systeme zusammenbrechen, die auf Machtmissbrauch und Gewalt aufgebaut sind. Die kollektiv wirksamen Langsamläufer Pluto im Steinbock, Uranus im Widder, Neptun in den Fischen machen deutlich: Die Zeiten des unbegrenzten Wachstums, auch des künstlich aufgeblähten Zugewinns sind vorbei. Seit einigen Jahren geht es - für uns alle sichtbar und spürbar - ans Eingemachte und das wird auch 2012 so sein. Misswirtschaft und Lügen sind nicht mehr zu retuschieren, der strenge Saturn steht 2012 auch für die Regulierung und Begrenzung von Macht und Kapital. Die Verantwortung, die Regierungen nun einmal ihren Völkern gegenüber haben, steht deutlich auf der Tagesordnung für das kommende Jahr. Dass der Euro weiterhin ein Wackelkandidat bleibt, ist auch ohne einen Blick in die Sterne zu prognostizieren.

Uranus befindet sich seit 2011 im Widder, er signalisiert, dass die Menschen nicht mehr nur fassungslos zuschauen, was politisch gemauschelt wurde und wird, sondern dass Proteste und Widerstand jetzt wirklich aufbrechen. Die Zeit des willigen Aushaltens ist vorbei. Das alte System braucht neue Lösungen, mutige Schnitte machen sich 2012 bezahlt. Die Occupy Wallstreet Bewegung, die im Herbst 2011 startete, zeigt, woher der Wind weht. Uranus in Widder im Quadrat zu Pluto in Steinbock dürfte vehemente Proteste an den Machtzentren und Machtstrukturen unserer Gesellschaft bringen, mit dem Ziel Missbrauch aufzudecken, beziehungsweise zu verhindern.



Neptun wird in den Jahren 2012 und auch 2013 in seinem eigenen Zeichen, in den Fischen, stehen. Er symbolisiert eine überpersönliche und unbewusste Kraft, die sich in den Fischen am besten entfalten kann. Als Gegengewicht zu den herausfordernden Aspekten könnte Neptun Heilung bringen, soziale Gerechtigkeit, Spiritualität, Feingefühl und Mitempfinden. Unternehmen, die das Wohl aller im Auge haben, können künftig großen Erfolg haben, soziale Projekte gut gelingen.

Und privat? Wie geht es uns persönlich? Wenn es gelingt, auch im Alltag spirituell zu agieren und nicht nur in der Meditationsgruppe, wenn wir auch auf den Bauch hören, sprich unser Unterbewusstsein mit berücksichtigen lassen, entschärfen wir so manchen Spannungsaspekt des kommenden Jahres. Geht es hoch her, sind Streit und Auseinandersetzungen unvermeidbar, sollte auf Sachlichkeit gesetzt werden, ganz im Sinne des Jahresregenten Merkur. Dieser Planet des Denkens, Verhandelns, Vernetzens, Analysierens und Kommunizierens löst die Venus als Regentin des Jahres 2011 ab.

Sachlichkeit ist geboten, Wahrhaftigkeit ein gutes Ziel für das kommende Jahr. Je klarer und ehrlicher wir - zumindest uns selbst gegenüber– mit den eigenen Lebensthemen umgehen, um so besser wird das Jahr laufen. Auch privat sind die Zeiten der Luftschlösser vorbei, die Zeit der Visionen allerdings keineswegs. Teamwork und Netzwerke können bei der Realisierung hilfreich sein und weit führen. Jahresregent Merkur unterstützt das. Egal ob es um private oder berufliche Belange geht: neue und überraschende Wege sind möglich, wenn Altes und Überlebtes losgelassen wird. Wer immer das gleiche tut , wird auch immer das gleiche bekommen und wer das nicht möchte, sollte 2012 auf Neuanfang und Aufbruch setzen. Der Uranus im Widder steht in jedem Horoskop, auch in Ihrem.

Sonntag, 27. Februar 2011

HOW TO HANG LIFE

HAMBURGER KREATIVE MISCHEN DIE KARTEN NEU

Anja-Dorothee Schacht und ich haben den 600 Jahre alten Mythos Tarot mit unserem Können als Marketingprofis und meinem Tarotwissen neu inszeniert und das Ergebnis am 24.2.2011 in den beeindruckenden Räumen der Werkstattgalerie Kappich + Piel in der Hamburger Schanze präsentiert.

Die SENTENZIA Karten sind seit Ende 2010 im Königsfurt-Urania Verlag erschienen und überall im Handel, doch wir wollten respektive die Trumpfkarten, die 22 aufwändig gestalteten Unikate, in besonderem Rahmen zeigen. Das Design ist so sehenswert, dass wir es der Öffentlichkeit zeigen wollten. Mit großem Erfolg!
Die Ausstellung der SENTENZIA Wortkunst war für uns gleichzeitig die Präsentation unserer Arbeitsphilosophie. Ob Heldenreise, Lebensweg, Produkt oder Unternehmen: immer schauen wir bis auf den Grund, hinterfragen und forschen, um die jeweilige Essenz zu definieren und in einzigartiges Design zu kleiden.

Rund 100 geladene Gäste kamen und haben den Abend, das Werk und die spannende Hängung genossen. Christian Weller, freier Lektor und Kunstkenner, hielt eine bemerkenswerte Erföffnungsrede, ROE Buchholzer, Inhaber des Instituts "Die Mantiker", das altes spirituelles Wissen neu belebt, legte den Besuchern auf Wunsch die SENTENZIA Karten.

Weller: "Was wir hier heute als beeindruckendes Ergebnis betrachten können, ist Ausdruck eines Dialogs mit der Vergangenheit, eines intensiven Dialogs einer wortgestaltenden und einer formgestaltenden Frau. Und es ist eine Einladung zum Dialog für uns alle. Denn auch das schreiben die Schöpferinnen des Decks in ihrem erfrischend knappen einleitenden Text: "Die SENTENZIA-Karten sprechen miteinander - und sie sprechen mit dem, der sie in den Händen hält."

Ausgestellt wurde in der Werkstattgalerie Kappich & Piel in der Hamburger Schanze



Die Hohepriesterin im XXL Format



Das Leben ist eine Kunst. Die Kunst ist das Leben. So stand es auf der Einladung.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Schenk Deinem Geist Flügel

Lesenswert: Die Rezension von Grasan Nitsche auf dem Sprituellen Portal

Wenn ich dieses Tarot so ausgebreitet vor mir betrachte, fällt mir der Prolog des Johannesevangeliums dazu ein: »Im Urbeginne war das Wort« …

Jede Karte dieses Tarots offenbart die Qualität des Wortes durch in Buchstaben gegossene Lebensweisheiten bekannter und unbekannter Zeitgenossen. Jede Karte ist einmalig gestaltet. Vertraut sind nur die Bezeichnungen und Nummerierungen der Großen und Kleinen Arkana.

Hier führt das Orakel, das in kunstvoller Gestaltung zu uns spricht. Das überrascht und verblüfft. Da gibt es viel zu entdecken in so manch eigenwilliger Interpretation des Kartenbildes.


Sechs Stäbe aus dem SENTENZIA Deck

Die Aussagen sind jeweils auf den Karten abgedruckt, was für ein Glück!

Die Karten können wie gewohnt als Tarotdeck gespielt oder aber nur textbezogen als Tageorakel gelesen werden. Ich habe innerlich eine Frage formuliert und ziehe aus dem Stapel eine Karte, die ich mir vorlese, und spüre, was für einen tieferen Sinn sie mir offenbaren will.

Diese Karten sind für Abenteuerlustige, für Zeitgenossen, die ungewöhnliche Wege genauso gehen können, wie den täglichen Weg zur Arbeit. Für Menschen, die Spass haben, ihr Feuerherz zu entdecken und ihrem Geist Flügel zu verleihen, indem sie sich erlauben, nicht einzuschlafen im Geiste.

Sentenzia: Feuerherz & Flügelschwert. 78 Karten mit Booklet
Karten-Set von E.-C. Wetterer & A.-D. Schacht

Donnerstag, 2. Dezember 2010

SENTENZIA Die allererste Legung

Für Anja und mich war es total spannend, die erste Legung mit unseren Karten zu machen. Diese Premiere haben wir bei unserem Auftritt bei der Jahrestagung der Allianz Deutscher Designer  erlebt.
Das Legemuster sah (und sieht) so aus:


Das Kleine Kreuz

Die Positionen:

Darum geht es / das Thema
2. das ist nicht wichtig
3. das ist jetzt wichtig, das soll beachtet werden
4. Das ist das Ergebnis > dahin führt es

Die Frage, die sich aus dem Tagungsthema der Designer ergab:

Wie hilft man dem Zufall am Besten auf die Sprünge?

Und diese Karten haben wir nach sorgfältigem Mischen gezogen. Gedeutet wird, was SENTENZIA zeigt.

1. Darum geht es:

Die Sonne. Die längste Zeit verschwendete der Adler, als er bei den Raben fliegen lernen wollte.


XIX Die Sonne

Folgerung: Es geht darum, sich im richtigen, gleichwertigen, kraftvollen, erfolgreichen Umfeld zu bewegen und nicht bei den vorwitzigen Raben oder bei den Hühnern oder bei Spatzen….. Es geht jetzt um die richtig tollen Zufälle, die dem König der Lüfte (und damit uns) angemessen sind.

2. Das ist jetzt nicht wichtig:

5 Schwerter. Ein gutes Leben ist die beste Rache.

Fünf Schwerter

Folgerung: Es geht nicht darum, Niederlagen auszugleichen, Misserfolge und auch harte Lagen zu retuschieren und auf dieser Basis dem Zufall auf die Sprünge zu helfen.

Negativerfahrungen dürfen hier definitiv keine Rolle spielen, etwa: nach 10 Präsentationen ohne Zuschlag wird der nächste Pitch ein Erfolg. Sozusagen als Ausglich für das Nichtgelingen. Damit verhindert man den Zufall in der Fülle und auf dem richtigen Level.

3. Das ist jetzt wichtig:

Der Stern. Die Wünsche sind die Erinnerungen, die aus unserer Zukunft kommen.


XVII Der Stern

Folgerung: Alles ist eins. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Immer ist Jetzt!

Wenn unsere Wünsche rein, klar und hell sind, mitten aus unserem zeitlosen Zentrum kommen, sind wir auf dem richtigen Weg. Wir können das Gefühl des Guten, Erfolgreichen, Glücklichen bereits in uns spüren. Wir kennen es – wenn wir nicht auf den 5 Schwertern rumeiern und Abwehr üben.


4. Dahin führt es - zu einer meiner Lieblingskarten :-)

Bube der Münzen.
Kannst Du einen Stern berühren, fragte man das Kind.
Ja, sagte es, neigte sich zu Boden
und berührte die Erde.


Bube der Münzen

Folgerung: Der Stern liegt direkt vor uns.  Der Zufall ist da, wenn wir sehend sind.
Heben wir den Stern auf. Voller Vertrauen, und vereinen wir Himmel und Erde.

Quintessenz: Hierophant. Die eigenen Glaubenssätze überprüfen (glauben wir daran, ein Huhn zu sein, fallen einem nur Eiersachen zu….). Glaubwürdig sein. Authentisch. Ganz man selbst!

Schaut selbst, was Euch einfällt, was Ihr für Gedankenverbindungen habt. Die Legung ist ein schönes Beispiel dafür, wie deutlich SENTENZIA spricht.

Sonntag, 14. November 2010

Sonne und Adler

Es war einmal ein Mann, der in den Wald ging, um sich einen Vogel zu fangen. Er kam mit einem jungen Adler zurück, den er dann zu seinen Hühnern in den Hühnerhof sperrte. Er gab ihm Hühnerfutter zu fressen, obwohl er ein Adler war, der König der Vögel.

Nach einigen Jahren kam ein Naturforscher zu Besuch. Er erblickte den Adler und rief aus: "Aber das ist doch kein Huhn dort, das ist ein Adler!"

"Stimmt.", sagte der Mann, "Aber ich habe ihn zu einem Huhn erzogen. Er ist jetzt kein Adler mehr, sondern ein Huhn, auch wenn er eine Flügelspanne von drei Metern hat.

"Oh nein", sprach da der Forscher. "Er ist noch immer ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers. Und das wird ihn hoch hinauffliegen lassen in die Lüfte."

Der Mann aber schüttelte den Kopf: "Nein, er ist jetzt ein richtiges Huhn und wird niemals fliegen."

Die beiden Männer beschlossen, es auszuprobieren. Der Forscher ließ den Adler auf seinen Arm springen und sagte zu ihm: "Du, der du ein Adler bist, der du in den Himmel gehörst und nicht auf die Erde: breite deine Schwingen aus und fliege!"



Der Adler saß auf dem gestreckten Arm des Forschers und blickte um sich. Hinter sich sah er die Hühner nach ihren Körnern picken und sprang zu ihnen hinunter.

Der Mann lachte und sagte: "Wie ich es sagte: er ist jetzt ein Huhn."

" Nein", sagte der andere, "er ist ein Adler. Ich versuche es morgen noch einmal."

Am anderen Tag stieg er mit dem Adler auf das Dach des Hauses, hob ihn empor und sagte: "Adler, der du ein Adler bist, breite deine Schwingen aus und fliege!" Aber als der Adler wieder die scharrenden Hühner im Hofe erblickte, sprang er abermals zu ihnen hinunter und scharrte mit ihnen.

Da sagte der Mann wieder: "Ich habe dir gesagt, er ist ein Huhn."

Doch der Forscher schüttelte den Kopf und sagte: "Nein, er ist ein Adler und er hat noch immer das Herz eines Adlers. Lass es uns noch ein einziges Mal versuchen; morgen werde ich ihn fliegen lassen."

Am nächsten Morgen stand der Forscher früh auf, nahm den Adler und brachte ihn hinaus aus der Stadt, weit weg von den Häusern an den Fuß eines hohen Berges. Die Sonne ging gerade auf und vergoldete den Gipfel des Berges. Jede Zinne erstrahlte in der Freude eines wundervollen Morgens. Er ließ den Adler wieder auf seinem Arm sitzen und hob den Arm hoch: "Du bist ein Adler. Du gehörst dem Himmel und auf die Erde. Breite deine Schwingen aus und fliege!"

Der Adler blickte umher und zitterte, als erfülle ihn neues Leben, aber er flog nicht.

Da ließ ihn der naturkundige Mann direkt in die Sonne schauen. Und plötzlich breitete der Vogel seine gewaltigen Flügel aus, erhob sich mit dem Schrei eines Adlers, flog höher und kehrte nie wieder zurück.

nach James Aggrey